Cordyceps

ist der Pilz des Jahres 2007. Den nur wenige Zentimeter großen, orange-gelben, keulenförmigen Pilz findet man in unseren Breiten recht häufig. Er ist ein Parasit, der in Schmetterlingspuppen eindringt, das Tier abtötet und deshalb Puppenkernkeule heißt. Er regelt das Gleichgewicht in unserem Ökosystem indem er bei Insektenplagen besonders viele Wirtstiere befällt und so den Bestand reduziert.

Ähnlich der Chinesischen Kernkeule (Cordyceps sinensis) werden alle Cordyceps Arten als Aphrodisiakum empfohlen – auch dienen sie der Stärkung der Lunge, Nieren und Spermienproduktion – kurz der Lebensenergie „Qi“. Als Dopingmittel sind sie nicht verboten, weshalb sie von Sportlern zur Leistungssteigerung eingenommen werden. Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen zahlreiche Heilwirkungen. Die enthaltenen Polysaccharide wirken entzündungshemmend, gegen Tumore und Metastasen  und sie helfen bei der Regulierung der Zucker- und Fettwerte des Blutes, wirken immunstärkend und töten Bakterien und Insekten.

Seit einigen Jahren wird die Puppenkernkeule im Labor auf Nährboden gezüchtet, was die Produktionskosten überschaubar werden lässt.